Waidendorf
 
Waidendorf liegt am Ausgang des Sulzbachtales (Waidenbachthales) etwa 2 km südlich
von Dürnkrut an der Landesstraße 11 bzw. 17. Die Fläche des Ortes beträgt 10,67 km².
Die Einwohnerzahl mit Stand 1.1.2005 532 (Hauptwohnsitz).
 
Der Ort ist überwiegend landwirtschatlich strukturiert (Getreide und Weinbau dominieren).
Als historische Bauwerke gelten vor allem die Ortskirche sowie das ehemalige Schulgebäude.
 
Die geschichtliche Entwicklung ist jener Dürnkruts sehr ähnlich. Die Ortsgründung fällt
ebenfalls in jene Zeit der "Deutschen Landnahme", also um das Jahr 1040 bis 1050.
Auch die Anlage als "Straßendorf" lässt auf eine mittelalterliche Gründung schließen.
 
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1250. Im Jahre 1369 gelangte
Waidendorf von Alber von Ottenstein an Otto von Zelking. Waidendorf kam im Jahre
1376 von Otto von Zelking an dessen Vetter Heinrich von Zelking, der es im Jahre 1385 an
Heinrich von Pottendorf weitergab. Im Jahres 1423 übergab Georg von Dachsberg
Waidendorf an die Herrschaft Wolkersdorf.
 
Im Jahre 1583 gelangte Waidendorf in den Besitz des Freiherrn Sigmund von Landau,
der auch die Herrschaften Dürnkrut, Süssenbrunn, Ebenthal, Rodaun und Höflein besaß.

Obwohl die Familie Landau im Jahre 1621 ihren gesamten Besitz an die kaiserl. Hof-

kammer abgeben musste, blieb Waidendorf im Besitz der jeweiligen Dürnkruter Herrschaft.
 
Unter Kaiser Joseff II. wird Waidendorf im Jahre 1783 selbständige Pfarre. Laut
Regierungsdekret wurden die Orte Velm und Götzendorf der Pfarre Waidendorf zugewiesen.
 
In den Jahren 1842 und 1855 starben auf Grund einer Cholera-Epidemie 60 Einwohner,
darunter 11 Kinder.
 
Am 24. November 1878 wurde die neue Schule eröffnet (heute Kindergarten).
 
Im Jahre 1886 wurde die Freiwillige Feuerwehr Waidendorf gegründet.
 
Die Volkszählung des Jahres 1934 ergab für Waidendorf 823 Einwohner, die
ebenfalls durchgeführte Viehzählung erbrachte folgendes Ergebnis: 93 Pferde,
417 Rinder, 480 Schweine und 230 Ziegen.
 
Im Jahre 1952 wurden die heutigen Straßenbezeichnungen eingeführt.,
 
Aufgrund einer Volksabstimmung erfolgte im Jahre 1970 die Ortszusammenlegung
mit Dürnkrut.